SoundPearls on Stage!

Band-Abend auf dem Alten Markt

18 bis 23 Uhr

Wer kein Influencer ist hat gar nichts erlebt. Im vergangenen Jahr veröffentlichten Reiche Söhne ihre Influencer-EP, mit der es ihnen gelang auf ihren Konzerten Textsicherheit und wackelnde Hüften auszulösen. Trotz ihres familiären Backgrounds sind Reiche Söhne sich nicht zu fein, um bei jedem ihrer Livespektakel, alles zu geben. Ihre Shows sind gespickt mit purer Energie und dem Ziel, jedem im Publikum, bis zur letzten Reihe, auf ihre Seite zu ziehen. Die anfangs noch irritierten Blicke vor der Bühne, ob die drei wirklich mit dem Goldlöffel im Mund aufgewachsen sind, werden schnell vergessen, denn ihre Musik verspricht die in der Indieszene oft vermissten Portion Spaß und Selbstironie. Überhaupt macht das Trio ganz viel ganz richtig. Neben dem konsequenten Klamotten-Trademark ist das insbesondere ein textlich, wie musikalisch hoch gehaltener Unterhaltungswert. Das kommt sehr britisch daher und klingt hier und da mehr nach Mersey River und Themse als nach Saale und dann wieder nach der Band aus dem sächsischen Chemnitz „mit K“.

Ihr Proberaumanwesen befindet sich in Halle an der Saale, dass sie mittlerweile in ihr Hallewood verwandelt haben. Seit Ende 2017 steht die Band, bestehend aus den Zwillingsbrüdern Jonas und Marius Dahmen sowie Drummer-Boy Stijn Scheper nahezu ununterbrochen auf der Bühne. Darunter eine eigene erste Tour sowie eine ausgedehnte Festivalsaison. Außerdem sind sie Gewinner diverser Bandwettbewerbe in Sachsen-Anhalt und dürfen sich Dank des Sieges des Local Heroes Contests „Beste Newcomer Sachsen-Anhalts 2018“ nennen. Zudem sind sie die Abräumer des Bundesfinales von Local Heroes 2018, mit drei Publikums und Jury Preisen. Neben Studentenpartys laufen ihre Lieder auch regelmäßig auf MDR Sputnik und Radio Fritz. Reiche Söhne beweisen das richtige Gespür für den aktuellen Zeitgeistinnerhalb ihrer Generation, jedoch nie als die großen Weltverbesserer. Denn sie singen vor allem über sich selbst, ihre Beobachtungen innerhalb des Studiums, Festivalmädchen und dem zweitwichtigsten nach dem Geld ihrer Eltern: Likes.