Foto: Stephan Göbel

Nicole Kirmis – Vorsitzende der Landesvereinigung der Elternvertreter und Fördervereine

Am 12. Oktober 2019 fanden die Konzerte des Sinfonischen Musikschulorchesters Sachsen-Anhalt und des LandesGitarrenOrchesters statt. Da beide Konzerte zur gleichen Zeit, aber an verschiedenen Orten gespielt wurden, konnte ich nur eine Veranstaltung besuchen. Ich war beim Konzert des Sinfonischen Musikschulorchesters Sachsen-Anhalt in der Ulrichskirche in Halle. Die Kirche war, wie erwartet, sehr gut gefüllt. Das Publikum, darunter Frau Dr. Judith Marquardt, Beigeordnete für den Geschäftsbereich Kultur, wurde von einem hochkonzentrierten Orchester mit Prèlude aus dem „Te Deum“ begrüßt. Das Orchester zählt gegenwärtig insgesamt 81 junge Musikerinnen und Musiker. Sie alle haben die Oktoberferien genutzt und fleißig die Stücke für das Konzert einstudiert.

Nachdem der erste Titel gespielt worden war, begrüßte Herr Dr. Christian Reineke alle Anwesenden und gedachte der Opfer des Anschlags vom 09. Oktober in Halle.

Im weiteren Verlauf wurden Stücke wie „Kol Nidrei“ op. 47, Danzas del Ballet „Estancia“ oder auch Mission Impossible Theme, um nur ein paar zu nennen, gespielt. Dies zeigt die Vielfältigkeit der Musik. Eine Sprache, die jeder versteht, egal welcher Nationalität.

Die Orchestermitglieder verzauberten das Publikum auf ihre eigene Art. Es ist wunderbar, mit ansehen zu dürfen, wie viel Freude den jungen Menschen das Musizieren bereitet. Manchmal frage ich mich, warum sie dies tun, finde aber keine Antwort. Aber ich sehe, dass hier etwas sehr Wertvolles entsteht, was es zu erhalten gilt. Hierfür bedarf es einer guten Ausbildung an der jeweiligen Musikschule in Sachsen-Anhalt durch das dortige geschulte Personal. All das kann aber tatsächlich nur möglich gemacht werden, wenn die Landesregierung endlich die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung stellt. Die Landesförderung muss um 2 Mio Euro erhöht werden, damit auch diese beiden Landesorchester erhalten bleiben.

Es ist auch sehr schade, dass nur wenige Politiker den Weg zu solchen Konzerten finden. Hier könnten sie selbst einschätzen, dass die Förderung gut angelegt ist, im Land mit eigenem Musikschulgesetz, worum uns manch anderes Bundesland beneidet.