Prüfverfahren der landesweiten Oberstufenabschlüsse an öffentlichen
Musikschulen gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt

gültig ab 2018 

  1. Ausbildungsziel der Oberstufe ist die technische und die künstlerische Reife besonderer Begabungen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Musikschüler ein Berufsstudium anstrebt oder weiterhin im qualifizierten Laienmusizieren auch solistisch tätig sein möchte.
     
  2. Die Leistungsüberprüfungen der „Studienvorbereitenden Ausbildung“ (SVA) sind von diesem Prüfverfahren nicht betroffen.
     
  3. Prüfungen zum Oberstufenabschluss sind öffentliche Vorspiele.
     
  4. Geprüft und bewertet wird ausschließlich das Instrumental-/Vokalfach.
     
  5. Die Vorspielliteratur soll drei unterschiedliche Stilepochen bzw. Stilrichtungen enthalten. Falls ein Oberstufenliteraturkatalog des LVdM für das Prüfungsfach existiert, sind 2/3 der Vorspielzeit daraus auszuwählen. 
     
  6. Ein auswendig vorgetragenes Stück bzw. eine freie Improvisation ist wünschenswert.
     
  7. Die Vorspielzeit wird  auf  15 – 30 min  festgelegt. Präzisierungen treffen die Fachgruppen.
     
  8. Zur Prüfung wird jeder Musikschüler zugelassen, der sich bis zum 31. Januar bzw. 1. April (bei Verwendung des Oberstufenliteraturkataloges) schriftlich unter Nennung seines Programms beim Landesverband der Musikschulen-Sachsen-Anhalt e.V. anmeldet und bis zum Prüfungstermin den Abschluss Musiklehre/Hörerziehung M1 gem. VdM-Rahmenlehrplan nachgewiesen hat.
    Einwände gegen das eingereichte Programm müssen innerhalb von 4 Wochen nach Meldeschluss gegenüber dem Prüfling geltend gemacht werden. Eine entsprechende Information darüber erhält der Instrumental-/Vokallehrer des Prüflings und die Schulleitung.

     
  9. Programmänderungen müssen spätestens am 30.04. eines jeden Jahres schriftlich beim LVdM vorliegen. 
     
  10. Die Prüfungen finden in der Regel am Ende eines jeweiligen Schuljahres statt.
     
  11. Prüfungsort und Zeitpunkt werden durch die  Geschäftsstelle des LVdM bekannt gegeben. Der Ablaufplan wird den Prüflingen und den Musikschulen des LVdM zugeschickt.
     
  12. Die Prüfung wird von der Geschäftsführung des LVdM in Zusammenarbeit mit dem Vorstand, der Fachgruppen und der austragenden Musikschulen vorbereitet.
     
  13. Der LVdM benennt die Prüfungskommission. Sie setzt sich aus einem Juryvorsitzenden, zwei Fachjuroren und dem Musikschulleiter des Prüflings zusammen. 
     
  14. Die Prüfungskommission bewertet nach dem Punktsystem von 0 – 15. Aus den abgegebenen Bewertungen ist eine durchschnittliche Punktzahl zu ermitteln, die folgende Prädikate vergibt:
    15 - 13 Punkte             "Sehr gut"
    12 - 10 Punkte             "Gut"
      9 -   7 Punkte             "Befriedigend"
      6 -   4 Punkte             "Ausreichend"
      3 -   1 Punkte             "Mangelhaft"
              0 Punkte            "ungenügend"

     
  15. Das Prüfungsprotokoll wird der jeweiligen Musikschule in Kopie zugeschickt. Das Original verbleibt beim Landesverband der Musikschulen Sachsen-Anhalt e. V.. Vorbehaltlich des bestandenen Oberstufenabschlusses kann die Musikschule des Prüflings ein Gesamtzeugnis mit allen erworbenen Abschlüssen erstellen.
     
  16. Der Landesverband erstellt das Zeugnis zum Abschluss der Oberstufenausbildung, das mit folgenden Unterschriften versehen ist: LVdM, Fachlehrer, Musikschulleiter, Fachgruppenvertreter